Etikette

Regelwerk beim Pokerspielen.

Etikette

Floorman | Spielleiter

Der Floorman hat die Übersicht über das laufende Turnier und behält sich das Recht vor die letzte Entscheidungsinstanz inne zu haben. Die Entscheidungen werden begründet und in Absprache mit dem zuständigem Tischleiter (Dealer / Kartengeber) ist die ausgesprochene Entscheidung gültig. Spieler werden einmalig verwarnt, bei wiederholtem Auffallen wird eine Massnahme ergriffen. Je nach Vergehen kann eine «10 Hand-Spielsperre» bis zum Turnierausschluss als Strafe ausgesprochen werden. Letzteres führt automatisch zu einem Hausverbot von mind. 1 Monat.

Dealer | Kartengeber

Unsere Dealer sind Freunde. Die Dealer sind die Tischleiter und sie helfen dir in Situationen, in denen du nicht weiterweisst. Es kann hektisch werden und es passieren Fehler. Sie bewahren einen kühlen Kopf. Bitte respektiere Ihre Anweisungen und behandle sie mit Respekt.

Spieler 

Unsere Spieler haben Leidenschaft. Sie verfolgen gerne das Spiel, sehen Ungereimtheiten und bemängeln diese. Sie sind kritikfähig, fair, dem Spiel zuliebe nicht betrügerisch und wahren die Pokeretikette.

Unausgesprochene TURNIER-Tischregeln

  • Bet-Line: Alles was über die Bet-Line geschoben wird (violette Fläche berührt), gehört dem Dealer.
  • Moving forward: Hat bei der Bet-Line keine Relevanz, du hast  dafür den Spielerbereich (schwarz).
  • Wettansagen: Das gesprochene Wort ist bindnend (Spieler die nicht in der Hand sind hören auch zu und haben mitspracherecht).
  • Wette ohne Ansage: Jetons die in die Hand genommen werden und die Bet-Line kreuzen bevor eine Ansage gemacht wurde, müssen alle in der Hand befindeten Jetons eingesätzt werden.
  • ReEntry: Der ausgeschiedene Spieler hat das privilieg vor der Warteliste. Besteht eine Warteliste muss der ausgeschiedene Spieler direkt entscheiden ob er ein ReEntry tätigt.
  • Warteliste: ReEntry vor Buy-In
  • Showdown: Alle Karten in der Hand müssen gezeigt werden.
    • Last Action on River: "Agressor on river" ist Showdownpflichtig, Kein muck (fold) erlaubt.
    • No Action on River: 1. Spieler nach dem Button ist Showdownpflichtig, Kein muck erlaubt.
    • ACHTUNG: Spieler die vorspielen (Face up) bevor sie an der Reihe sind, verwirken sich das Recht die vorhergehenden Spielkarten einzusehen.

SB/BB ist All-In | incomplete Blinds

Die Ante ist als vorgängiger Einsatz anzusehen. Die Karten werden danach ausgeteilt.

Incomplete Ante:

Wurde die Ante in voller Höhe hinterlegt hat der Spieler Anspruch auf die komplette Ante.

Kann nur ein Teil der Ante bezahlt werden, ist der Anspruch zu gleichen Teilen als side Pot bereit zu stellen.

Dasselbe gilt, wenn nicht der volle BB bzw. small Blind bezahlt werden kann

Incomplete Blinds: 

  • Side Pot wird/ist eröffnet
  • Der Call ist immer ein Big Blind
  • Ein Raise min. doppelter Big Blind


Incomplete Raise All-In | short All-In

Grundregel: Gesprochenes Wort bleibt bestehen.

Jeder Spieler hat das Recht, zu jeder Zeit seinen gesammten Chipstack zu setzen, wenn er an der Reihe ist.

Ein Spieler ist incomplete All-In:

  • Der Call ist immer das All-In
  • Ein Raise ist min. das doppelte des incomplete All-Ins
  • Side Pot ist eröffnet
  • Sollte die Entscheidung wiederkehren, zählt das gesprochene Wort der ersten Entscheidung
    • du callst, 2te Runde darfst du folden oder callen. kein Raise oder All-In mehr möglich
    • du raist, 2te Runde darfst du folden, callen und re-raisen

Pokerregeln

Pokerbasics

Beim Texas Hold’em, dem am weitverbreiteten Pokerspiel, erhalten alle Spielenden zu Beginn zwei verdeckte Karten. Nachdem die Spielenden mit diesen zwei Karten (Pre-Flop) bereits ihre Einsätze tätigen können, werden 3 Karten offen in die Mitte gelegt: der Flop. Spielende können jetzt wieder die Einsätze tätigen und anschliessend wird die vierte Karte offengelegt: der Turn. Noch einmal können Spielende bei Bedarf ihre Chips einsetzen, bevor dann die fünfte und letzte Karte, der River, offen hingelegt wird. Jetzt kann man zum letzten Mal seine Wetteinsätze tätigen, bevor es dann zum Showdown kommt. Die Spieler/-innen dürfen ihre zwei Karten zusammen mit einer Auswahl aus drei der fünf offenen Karten in der Mitte verwenden, um ihre beste Kartenkombination zusammenzustellen.

Die Königsdisziplin beim Hold’em Poker ist «No Limit». Zu jeder Zeit kann jeder Betrag in den Pot geschoben werden. Das heisst, es gibt keine Grenze für einen Raise und keine Anzahl von max. Raises pro Setzrunde. Das kann sehr viele Chips kosten, aber es können auch sehr lukrative Chipseinnahmen erfolgen.

Wenn man checkt heisst das, dass man keine Chips setzt. Man kann allerdings weiter am Spiel teilhaben. Wenn dann jemand anderes wettet (bet), muss entschieden werden, ob mitgeboten (call) oder ausgestiegen wird (fold).

Man wettet seine Chips und setzt diese in den Pott. Die anderen Spieler/-innen müssen dann entscheiden, ob sie mitgehen (call), erhöhen (raise) oder aussteigen (fold) wollen.

Man setzt den gleichen Einsatz an Chips, den bereits eine andere Spielerin oder ein anderer Spieler vor einem getätigt hat. Man ist weiterhin im Spiel und die nächste Karte wird aufgedeckt oder es kommt zum Showdown.

Bei einem Raise sind folgende Abläufe erlaubt:
• Der volle Betrag wird in einem Zug gesetzt. 
• Der volle Betrag wird verständlich angesagt und dann stückweise in den Pot geschoben.
• Es wird verständlich ein «Raise» angekündigt, dann der Betrag zum Callen gesetzt und in einem zweiten Schritt mit dem Raise-Betrag ergänzt.

Auf dem Pokertisch ist eine Linie eingezeichnet, die Betline oder Wettlinie. Diese trennt den Spielerbereich, wo die Chips und Karten der Spielenden sind, und die Fläche des Pokerspiels selbst (Dealerbereich).

Greife als Spieler nicht in diesen Bereich ein, ausser die Kommunikation mit dem Dealer ist eindeutig.

Du hast ein starkes Blatt (z.B. Vierling) auf der Hand und willst mehr als nur ein Gebot von deinen Gegnern. Wenn du dann als erstes checkst, ermittelst du den Eindruck, dass du nichts auf der Hand hast. Wenn jetzt jemand anderes bietet, erhöhst du sein Gebot einfach und hast somit mehr Chips im Topf.

Wenn nach einem Gebot, jemand anderes raist, man aber denkt, dass man selber das beste Blatt besitzt, dann kann ein Re-raise gesetzt und das Gebot nochmals verdoppelt werden. Die anderen Spielenden müssen sich jetzt entscheiden, ob sie mitgehen (call), aussteigen (fold) oder gleich nochmals erhöhen (Re-re-Raise) wollen.

Bei einem wirklich schlechten Blatt, bei dem keine Chance mehr besteht zu bluffen, foldet man sein Blatt. Man schiebt die Karten in die Mitte und sagt verständlich „fold“. Die Karten gehen in den "muck".

Wenn die letzte Karte offen liegt und mehr als eine Spielerin oder ein Spieler bietet, kommt es zum Showdown. Wer das beste Blatt in seinen Händen hält, gewinnt den ganzen Pott. Wenn mehrere Spielende das gleiche beste Blatt haben, wird der Pott geteilt.

Bevor der Tischleiter die drei Flop Cards, die Turn Card und die River Card auf das Board legt, hat er jeweils eine Karte, die sogenannte Burn Card, verdeckt beiseite zu legen (muck). Pro Spiel gibt es drei Burn Cards.